Geschichte

Ohne die Reblaus, die um 1900 die europäischen Weingärten vernichtete, gäbe es heute keinen Uhudler. Zur Bekämpfung dieses Schädlings wurden amerikanische, reblausresistente Weinreben nach Europa gebracht und hier mit den einheimischen europäischen Rebsorten veredelt. Einige Winzer fanden Gefallen an dem Wein, der sich aus den unveredelten amerikanischen Reben (=Direktträgern) keltern ließ. Diese Direktträgerweine wurden später Uhudler genannt, eine Bezeichnung, die Ende 1950 im Südburgenland entstand.

Der Uhudler hatte eine sehr bewegte Geschichte. Zwischen 1936 und 1992 waren diese Weinreben nur für den Eigenverbrauch erlaubt, weil eine Entvölkerung der traditionellen Edelweingebiete befürchtet wurde. Die Uhudlerwinzer konnten ohne Spritzmitteleinsatz und somit kostengünstiger produzieren und waren somit eine lästige Konkurrenz für die Edelweinwinzer. Viele Gerüchte wurden über den Uhudler in die Welt gesetzt, die sich jedoch alle als haltlos herausstellten. 1992 wurde der Verkauf des Uhudlers auf Betreiben des "Vereins der Freunde des Uhudlers" wieder erlaubt.

Heute wird der Uhudler aus mehreren, weißen und roten Direktträgersorten hergestellt. Die beliebtesten Weinreben sind Concord, Isabella, Elvira, Clinton, Ripadella und Noah. Der Name Uhudler ist markenrechtlich geschützt und darf ausschließlich im Südburgenland (Bezirk Jennersdorf, Güssing und Oberwart) verwendet werden. Außerdem dürfen nur solche Uhudlerweine, die eine strenge Weinverkostung positiv bestanden haben, das Originaletikett tragen. Mit Freude können wir feststellen, dass sich diese südburgenländische Rarität immer größerer Beliebtheit erfreut.


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